| Schweizer
Spielmesse Internationale Spiel- und Spielwarenmesse St. Gallen 8. - 12. September 1999 |
Modulanlage der "Freunde der Schmalspurbahnen" an der Schweizer Spielmesse in St.Gallen
Von überall in der Welt zieht sie Feriengäste in ihren Bann – nicht zuletzt auch die Gäste aus dem eigenen Land. Die Rhätische Bahn inmitten imposanter Gebirgslandschaften ist an der Spielmesse in St.Gallen im Massstab 1:87 zu erleben.
Je nachdem, wer von den rund vierzig Aktivmitgliedern sich gerade beteiligt, sieht die Modulanlage der "Freunde der Schmalspurbahnen" etwas anders aus. Doch die meisten der Teilstücke, die letztlich zu einem imposanten Ganzen verschmelzen, haben die Rhätische Bahn inmitten einer Bilderbuch-Gebirgslandschaft zum Vorbild. Die Mitglieder kommen aus der Ostschweiz, aber auch aus anderen Landesgegenden bis hin nach Süddeutschland.
Weiterbildung im Club
Anders als in gängigen Modelleisenbahnclubs kennt man bei den "Freunden
der Schmalspurbahnen" keine Bauabende, wohl aber Kurse zu Themen wie
Landschaftsgestaltung, Gebäude- und Fahrzeug-Selbstbau, Spritzlackierung oder
beispielsweise die künstliche Alterung von Gegenständen. Ausstellung und
Messen wie die Schweizer Spielmesse in St.Gallen gehören laut Christian Marugg,
Koordinator der Modulanlage, zu den Höhepunkten im Vereinsleben. Dann können
die sorgfältig gearbeiteten Bahnmodule und Fahrzeuge ihre Schönheit und
Tauglichkeit beweisen. "Dass man hier oft auch ein Loch in den Bauch
gefragt bekommt, schätzen wir". Denn vielleicht sind Interessierte von
heute ja Mitglieder von morgen.
Alles soll zusammenpassen
Bei der Konzeption der Modulanlage hat man sich auf die Norm "MAS 60
H0" geeinigt, welche man an die Bedürfnisse der Spur H0m angepasst und
erweitert hat. Die Zahl 60 steht für einen Raster mit einem gleichschenkligen
Dreieck von 60 cm Schenkellänge und 60-Grad-Winkel, auf dem die Modulmasse
basieren.
Damit die Übergänge zwischen den Modulen nicht allzusehr auffallen, sind in den Vereinsnormen auch Materialien für den Landschaftsbau beschrieben und teils vorgegeben: Der Schotter beispielsweise, Geleiseart und –profil oder Oberleitungsmaterial, dass wegen der möglichen Transportschäden stabil sein muss. In welche geschichtliche Epoche es gehen soll, steht den Modulherstellern frei. Doch wird Wert darauf gelegt, dass bei Ausstellungen wie in St.Gallen nur Rollmaterial fährt, wie es auch heute bei der RhB anzutreffen ist.
Phantasie und Spielfreude
Ein Bauernhof mit Tieren, Maschinen und Menschen, ein Viadukt, ein Goldwäscher,
der im Bündnerland sein Glück versucht oder eine für Graubünden so typische
Galerie – den Teilnehmern sind punkto Detailgestaltung wenig Schranken
gesetzt. Auffallend ist, wie viele Modulbauer eigene Bauten vorgefertigten
Elementen vorziehen. Das blosse "Fahrenlassen im Kreis" wäre zwar möglich,
wird jedoch wenn immer möglich vermieden. Spannender ist es, die Züge nach dem
Zusammenstellen von Bahnhof zu Bahnhof weiterzuschicken und sie dort der Obhut
– und Spielfreude – der einzelnen Bahnhofsvorsteher zu überlassen.
Felsberger S & A Spiel & Art AG, Leimatstrasse 32, CH-9000 St. Gallen. Update: 05.11.2006 - www.toy-net.com