| Schweizer
Spielmesse 14. Internationale Messe für Spiele und Spielwaren St. Gallen, 19. - 21. November 2004 |
Fantastische Erfolge mit Sammelkarten
Sammelkartenspiele revolutionieren die SpieleweltWer gedacht hatte, dass Sammelkartenspiele einem kurzzeitigen Trend unterliegen, der sieht sich heute getäuscht. Seit den 90er Jahren hat sich das Prinzip des Sammeln und Spielens einen festen Platz in der grossen Welt der Spiele erobert.
Die Begeisterung für Sammelkartenspiele lässt sich unter anderem auf die beinahe unendlichen Variationsmöglichkeiten begründen. Im Gegensatz zu bekannten Kartenspiele wie Jassen oder Bridge existieren in einem Sammelkartenspiel meist mehrere hundert verschiedene Karten, die wie bei Panini-Fussballbilder in kleinen Einheiten (Boostern) gekauft, gehandelt und gesammelt werden. Im Vordergrund steht allerdings das Spielen. Ob an offiziellen Turnieren oder auf dem Pausenhof, die Schlagkraft der gesammelten Karten, auch Deck genannt, zeigt sich erst im Duell mit einem Mitspieler. Dabei geht es jedoch nicht darum, mit Kampfgeschrei auf den Gegner loszugehen vielmehr gleicht das Spiel einem Schachturnier. Ruhig, überlegt werden Karten ins Feld geführt und versucht mit einigem strategischen Wissen den Sieg davonzutragen. Zu den Urvätern und bis heute eines der populärsten Sammelkartenspiele gehört Magic: The Gathering.
Weltweit spielen 7 Millionen Spieler in 70 Ländern Magic: The Gathering. Das Spiel wurde vom Mathematiker Richard Garfield entwickelt, die erste Edition 1993 veröffentlicht und bis heute in 9 Sprachen in 52 Ländern publiziert. Jährlich gibt es über 100 000 offizielle Turniere auf allen Kontinenten. In der Schweiz umfasst die aktive Szene 4500 bis 5000 Magic-Spieler, die sich an 600 Turnieren pro Jahr messen können. Wie die ATP im Tennis oder die FIFA im Fussball, gibt es auch bei Magic eine höchste Instanz für alle Belange des Turnierwesens: Sie heisst DCI. Die DCI führt eine Weltrangliste, setzt die Regeln fest und überwacht die regelkonforme Durchführung der Turniere.
Eine Magic-Partie simuliert ein Duell zwischen zwei Zauberern, die beide zu Beginn 20 Lebenspunkte besitzen. Das Ziel ist es, die Punkte des Gegners auf 0 zu bringen. Dazu werden Karten ausgespielt: die Zauberer beschwören als Kampfgefährten allerlei Fabelwesen, die Kreaturen. Zur Unterstützung gibt es Karten mit Spontanzaubern, Verzauberungen, Artefakten und Hexereien. Alles, was gespielt wird, kostet Energie, welche die Zauberer in Form von Mana aus Länderkarten beziehen.
Die Karten-Motive von Magic: The Gathering oder auch von weiteren Sammelkartenspiele, wie Yu-Gi-Oh!, Duel Masters und des bekannten Pokémon werden von namhaften Künstlern aus der Fantasy-Szene gestaltet. Jedes Jahr erscheinen mehrere Editionen mit neuen Karten. Diese werden in unterschiedlich grossen Auflagen mit verschiedenen Seltenheitsgraden gedruckt. Der Sammelwert basiert dabei auf dem einfachen ökonomischen Prinzip von Angebot und Nachfrage gebildet.
Neben Magic: The Gathering hat sich vor allem Yu-Gi-Oh! eine grosse Fangemeinde geschaffen. Basierend auf der populären Manga-Kultur erobert Yugi, der kleine Held und Protagonist von Yu-Gi-Oh! auch die Schweiz. Die grosse Beliebtheit verdient sich das Spiel auch durch seine Präsenz im Fernsehen oder in diesem Jahr auch im Kino.
Sammeln, Spielen und clevere Strategien entwickeln liegt voll im Trend. Dabei sind die geforderten Eigenschaften, wie Fairness, Taktik, Verlieren und Gewinnen nicht die Schlechtesten.
© 1998-2004 - Felsberger S & A Spiel & Art AG, Ilgenweg 8, CH-8370 Sirnach. Update: 05.11.2006 - www.toy-net.ch