„Au Backe!“: Hühnermist in Kartenform

Wer greift in die Hühnerkacke? Mit dieser sinnigen Frage beschäftigt sich der Zoch-Verlag schon seit einigen Jahren – und zwar mit grossen Erfolg. Hunderttausende von begeisterten Spielern griffen beim Erfolgtitel „Zicke Zacke, Hühnerkacke“ zu und auch die Erweiterung  zum Brettspiel, „Zicke Zacke Entenkacke“, verkaufte sich glänzend. Kein Wunder also, dass nach einschlägigen (und positiven) Erfahrungen anderer Titel  wie beispielsweise „Die Siedler von Catan“ dem Brett- ein Kartenspiel folgte.

Im Hühnerhof suchen

Und zwar ein einfaches, aber eins mit Klasse. In „Au Backe!“ tauchen viele bekannte Tiere aus der Vorlage auf, aber auch einige neue Vertreter dieser Gattung, geben sich die Ehre. Zu Spielbeginn liegen die 19 Hühnerhofkarten verdeckt, kunterbunt ausgebreitet in der Tischmitte. Je nach Mitspielerzahl erhalten die Teilnehmer bis zu 15 Tierkarten. Von diesem verdeckten Stapel nehmen sich die Mitspieler je fünf Karten auf die Hand. Wer an der Reihe ist, legt eine Tierkarte offen ab und deckt anschliessend eine Hühnerhofkarte auf. Stimmen beide Bildmotive überein, wandert die ausgespielte Karte in die Ablage und der Spieler hat gleich noch einen Versuch. Im anderen Fall wechselt das Ausspielrecht zum folgenden Teilnehmer.

Achtung, Hühnerkaaa...!

Am Ende jedes Spielzuges sind alle Hühnerhofkarten umzudrehen und der aktive Spieler ergänzt seine Handkarten wieder auf fünf. Wer sich schon einmal in einem Hühnerhof aufgehalten hat, weiss, worauf er achten muss, nämlich auf die Hühnerkacke! Wer einen solchen Haufen aufdeckt, darf nochmals eine Karte ziehen. Zeigt diese eine Schaufel, so hat er Glück gehabt, und kann die Kacke entfernen. Im andern Fall heisst es, von zwei beliebigen Mitspielern je eine Karte aus der Hand zu ziehen. Trifft das Unglück einen Spieler ganz besonders hart und er deckt sogar zwei der eigentlich zu vermeidenden Häufchen auf, so sind es sogar vier Karten, die anschliessend seinen Vorrat ergänzen. Das ist besonderes Pech, denn in diesem Spiel geht es darum, als erster alle seine Karten loszuwerden. Als kleiner Trost darf das „Huhn“ anschliessend die Häufchenkarten verdeckt an einen anderen Ort in der Auslage platzieren. „Au Backe!“ ist eine lustige Memoryvariante, die durch Grafik und die unvermeidlichen „Hinterlassenschaften“ besonderen Spielspass bietet. Und da das Spiel „kinderleicht“ ist, dürfte es für viele Erwachsene eine echte Herausforderung darstellen. Scheisse hin, Kacke her – wetten, dass es nicht bei einer einzigen Partie bleibt? Denn irgendwann möchte man ja auch mal den eigenen Nachwuchs schlagen. Schon wieder nichts gewesen? So ein Mist!

Verlag: Zoch Verlag, Autor:  Frank Nestel, Alter: ab 5 Jahren, Spieldauer: rund 30 Minuten, Spieler:
2 bis 6 gedächtnisstarke Junghühner, Preis: rund 15 Franken


Mit freundlicher Genehmigung des Autors Christof Lampart im toy-net.ch. - Weitere Spielebesprechungen -


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