"Batik": Schönes Material und grosser Spielspass
Dass es nicht viel braucht, um ein Spiel zu kreieren, welches lockeren Spielspass mit Ästhetik verbindet, beweist in diesem Jahr wieder einmal das Haus "Gigamic". Die Franzosen legen mit "Batik" erstmals ein Spiel auf, das nicht in der bis anhin verlagsüblichen Quadratpackung daherkommt. Annähernd halb so gross ist die Schachtel und auch das Spiel kommt mit wenig Material aus. Vom Spielgefühl ähnelt "Batik" ganz stark dem Klassiker "4 gewinnt" und doch ist es ein anderes Spiel. Ein Spiel, das weniger für den Freak als für Familien und Gelegenheitsspieler gedacht ist. Mal was lockeres, so für zwischendurch.
Schon beim Auspacken ist man versucht Vergleiche mit "4 gewinnt" anzustellen. Hervor kommen zwei Plexiglasscheiben, die, an beiden Seiten durch Holzstäbe verbunden, ein senkrechtes, durchsichtiges Spielfeld ergeben. Die Konstruktion ähnelt derjenigen von "4 gewinnt", mit dem Unterschied, dass das Spielfeld nicht durch Löcher oder ähnliches unterteilt ist, sondern zu Beginn ganz leer und durchsichtig ist. Ebenso ist das Spielfeld unten nicht durch einen Riegel abgeschlossen, sondern offen. Somit können Teile, die hinein geworfen werden, auf die Tischplatte prallen und zurück federn, wodurch sich die zuvor hinein geworfenen Teile verschieben können.
Beide Spieler setzen sich gegenüber und stellen das Spielfeld zwischen sich. Die Kontrahenten erhalten je einen, was die Form betrifft, identischen Holzscheibensatz. Die je neun Scheiben unterscheiden sich lediglich in der Farbe; die einen sind hell-, die anderen dunkelbraun. Die Scheiben weisen unterschiedliche Grössen und Formen auf. So gibt es zB. grosse und kleine Dreiecke, Quadrate, Rhomben etc. Ein Spieler beginnt und wirft ein beliebiges Teil ohne Kraftanstrengung in das Spielfeld. Danach ist der Gegner an der Reihe. Das geht abwechslungsweise so lange, bis ein Spieler einen Stein nur noch so hinein werfen kann, dass ein Teil oben herausragt. Wem dies passiert, der hat den Umgang verloren. Beim Turnierspiel gelten die gleichen Grundregeln. Allerdings wird am Schluss das Teil, das herausragt, aus dem Spiel genommen. Das heisst, der Verlierer muss in der nächsten Runde mit einem Teil weniger auskommen. Der Gewinner beginnt die nächste Runde. Das Turnier endet, wenn ein Spieler seine ganzen Scheiben im Laufe eine Partie verbraucht hat. Sobald also ein Spieler kein Teil mehr rein werfen kann, wenn er an der Reihe ist, hat er das Turnier verloren. Da ein Turnier selten länger als 15 Minuten dauert, ist eine Revanche schnell gespielt.
Verlag: Gigamic, Autor: Kris Burm, Alter: ab 6 Jahren, Dauer: 5 bis 20 Minuten, Anzahl: 2 Personen, Preis: rund 33 Franken
Mit freundlicher Genehmigung des Autors Christof Lampart im toy-net.ch. - Weitere Spielebesprechungen -
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