„Hasami Shogi“: Fünf in einer Reihe
In der Schweiz erregte „Clemens Gerhards“ mit seinen Holzspielen erstmals im Herbst 2000 an „Schweizer Spielmesse“ in St. Gallen Aufsehen. Schön verarbeitete, lackierte oder geölte Bretter und wunderschöne Glaskugeln, Metallfiguren oder Halbedelsteine als „Pöppel“ liessen manchen am kleinen Stand einen Halt einlegen. Als eine der populärsten Spiele entpuppte sich dabei das traditionelle „Hasami Shogi“ aus Japan. Das Spiel gehört der sogenannten „Gomoku“-Familie an, die in Ostasien weit verbreitet ist; Gomoku heisst „Fünf in einer Reihe“ – womit auch bereits schon das Spielziel erklärt ist. Es geht darum, mit den eigenen Steinen eine Fünferreihe zu bilden – senkrecht, waagrecht oder diagonal. Allerdings werden die Spielfiguren durch Ziehen bewegt. Das Spielfeld besteht aus 9 x 9, also 81, Felder. Jeder Spieler erhält 18 Steine seiner Farbe, die in zwei Reihen an den sich gegenüberliegenden Spielfeldrändern (wie beim Schach) aufgestellt werden. Es wird nur waagrecht oder senkrecht (vorwärts, seitwärts, rückwärts) gezogen. Man darf dabei auch überspringen, aber nicht den Stein des Gegners wegnehmen. Geschlagen wird dadurch, dass man mit zwei eigenen Steinen einen oder mehrere feindliche Steine in die Zange nimmt. Das Spiel macht grossen Spass und verläuft immer wieder ganz anders. Schön ist auch, dass die Macher noch das Material für „Tablut“, einem Klassiker aus Lappland, beigefügt haben, so dass man nicht nur eines, sondern sogar zwei sehr abwechslungsreiche Strategiespiele für einen akzeptablen Preis erhält.
„Hasami Shogi“, Autor: Traditionell, Verlag: Clemens Gerhards Holzwarenfabrik, Alter: ab 8 Jahren, Personen: 2 Spieler, Dauer: 5 bis 30 Minuten, Preis: zirka 80 Franken
Mit freundlicher Genehmigung des Autors Christof Lampart im toy-net.ch. - Weitere Spielebesprechungen -
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Tannenstrasse 40, CH-9010 St. Gallen. Update: 01.07.2002