„Java“: Alle guten Dinge sind drei
In bedeutend wärmere Gefilde begibt sich das erfolgreiche Autorenduo Kramer/Kiesling mit ihrem nächsten erfolgsversprechenden Titel, nämlich nach „Java“. Das Brettspiel mutet wie eine Art „Tikal“ an – und tatsächlich müssen auch hier Plättchen gelegt, Tempel errichtet und Palastfeste (Brot und Spiele für das Volk..)abgehalten werden, um Siegpunkt zu kassieren. Beim Legen der oktagonalen Plättchen ist viel taktisches Geschick gefragt, und natürlich ist alles so miteinander verknüpft, dass man stets viel weniger machen kann, als man eigentlich möchte. Schliesslich gilt es nicht nur zu Bauen, sondern die neuen Gebäude müssen immer höher errichtet werden, als die alten, sollen sie zählen, so dass schon bald einmal ein Hauen und Stechen um die Vorherrschaft in einzelnen Gebieten einsetzt – und das, obwohl zumindest zu Beginn eigentlich genug Platz für alle vorhanden wäre. Aber eben: Es kann der Friedfertigste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt – und von diesen gibt es in diesem Strategiespiel mehr als genug... „Java“ ist ein echter „Knüller“ und kann, trotz starker Anlehnung an „Tikal“ (Spiel des Jahres 1999) und „Torres“ (Spiel des Jahres 2000) ohne Abstriche als eigenständiges Spiel überzeugen.
„Java“, Autoren: Michael Kiesling und Wolfgang Kramer, Verlag: Ravensburger, Alter: ab 12 Jahren/Erwachsene, Personen: 2 bis 4 Spieler, Dauer: 90 bis 120 Minuten, Preis: zirka 60 Franken
Mit freundlicher Genehmigung des Autors Christof Lampart im toy-net.ch. - Weitere Spielebesprechungen -
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Tannenstrasse 40, CH-9010 St. Gallen. Update: 01.07.2002