"Loopino": Mit Delphinen "Boccia" spielen

Kennen Sie Boccia? Klar, werden Sie jetzt sagen, dass ist doch das Spiel, bei dem man seine Kugel so nah wie nur möglich an die Zielkugel heranwerfen muss und gleichzeitig versucht gegnerische Kugeln weg zu bugsieren. Doch haben Sie schon mal Boccia im Meer und mit Delphinen anstatt Kugeln gespielt? Bei "Loopino" können Sie das tun. Geliefert wird das Spiel in der handlichen "Speed"-Packung. Wer sie aufmacht, findet nebst einer Spielanleitung (Deutsch, Englisch und Französisch) 60 Spielkarten in zehn Farben mit den Werten 1 bis 6 und eine Zielkarte. Während die Spielkarten alle einen springenden Delphin zeigen, sind auf der Zielkarte zwei orange-gelbe Fische zu sehen. Ziel des Spiels ist es, möglichst viele seiner sechs Karten in die Wertung zu bringen. Eine Runde endet, sobald jeder Spieler einmal Startspieler war. Zu Beginn erhalten alle Mitspieler sechs Karten einer Farbe auf die Hand und stellen sich gemeinsam an einer Tischseite auf. Der Startspieler legt die Zielkarte an eine beliebige Stelle auf dem Tisch. Die Spieler versuchen nun abwechselnd ihre Karten so nahe wie möglich an die Zielkarte heran zu werfen. Abwurfpunkt ist dabei die Tischkante; wer seine Karte erst über dem Tisch los lässt, muss die Karte aus dem Spiel nehmen. Normal geworfene Karten bleiben hingegen an ihrem Platz liegen, egal, ob sie mit dem Delphin nach unten zeigen oder gar vom Tisch gefallen sind. Sind alle Karten gespielt, wird gewertet. Alle Karten, auch die Zielkarte, verfügen an jedem ihrer vier Ecken über fadenkreuzartige Eckpunkte. Zuerst wird ermittelt, wessen Karte am nächsten zur Zielkarte liegt. Liegen zwei Karten gleich nahe, so zählt die höhere Karte. Die sogenannte Wertungskarte zeigt an, wie viele Karten insgesamt in die Wertung kommen. Ist auf der Karte also zB. eine "3" abgebildet, so kommen die Wertungskarte und die zwei nächsten Karten in die Wertung. Dabei wird die Kartenpunktzahl mit den noch offen liegenden Eckpunkten der Karte multipliziert. Es gilt also nicht nur lukrative Karten in günstige Positionen zu bringen, sondern mit seinen Karten auch möglichst viele Eckpunkte der Konkurrenten abzudecken, senkt das doch deren Multiplikationsfaktor. Da alle das gleiche im Sinn haben, kommt niemand ungeschoren davon. Doch aufgepasst: Wer mit einer Karte die Zielkarte vom Tisch schiesst oder dafür sorgt, dass alle Eckpunkte der Zielkarte verdeckt sind, der beendet nicht nur eine Runde sofort, sondern bekommt dafür auch noch fünf Strafpunkte aufgebrummt. Das Spiel eignet sich für typische Familienrunden, kann aber genauso als Einstiegs-, bzw. Abschlussspiel eines Spielabends überzeugen.

Verlag: Adlung-Spiele, Autor: Karsten Adlung, Alter: ab 6 Jahren, Dauer: 10 bis 30 Minuten, Anzahl: 1 bis 10 Personen, Preis: ca. 12 Franken 


Mit freundlicher Genehmigung des Autors Christof Lampart im toy-net.ch. - Weitere Spielebesprechungen -


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