Faites vos jeux erschienen in der Neue Zürcher Zeitung in LEBENSART

Das kleine Kartenspiel

«Mamma Mia!»

tom. In fast allen Kartenspielen werden nach einer gespielten Runde sämtliche Karten zusammengeschoben und neu gemischt, nicht so bei Kartenspielen von Uwe Rosenberg. Hier bleiben nach einer Runde jeweils Karten in den Händen der Mitspieler stecken oder auf dem Tisch liegen und haben für die nächsten Spielrunden wichtige Funktionen. Diese Art von Mechanismus, der auch im neusten Spiel , «Mamma Mia!» , zu finden ist, wurde inzwischen so etwas wie ein Markenzeichen Rosenbergs, aus dessen Küche auch «Bohnanza» oder «Schnäppchenjagd» stammen.

In «Mamma Mia!» ist jeder Spieler ein Pizzabäcker. Im Spiel sind Karten mit Pizzazutaten sowie Bestellungskarten mit Kombinationen von Zutaten für fertige Pizzas. Wer an der Reihe ist, darf von seiner Kartenhand beliebig viele Zutaten der gleichen Sorte und, wenn er will, auch noch eine Bestellung offen auf einen Pizzastapel in der Mitte legen, dann ergänzt er die Hand wieder auf sieben Karten. Am Ende der Runde wird der Pizzastapel umgedreht, die Karten werden nacheinander aufgedeckt und sortiert. Erscheint eine Bestellung, ist sie erfüllt, wenn die Zutaten dazu auf dem Tisch liegen oder vom Spieler aus seiner Hand ergänzt werden können. Nach drei Runden gewinnt, wer am meisten Pizzas gebacken hat. Dies klingt einfacher, als es ist, denn die Gegner vermiesen manche schöne Vorbereitung. Pizzas, die 15 beliebige Zutaten oder genau jene Zutat benötigen, von welcher am wenigsten ausliegen, machen das Spiel unberechenbar und garantieren für Turbulenzen und spassige Überraschungen.

«Mamma Mia!», Kartenspiel von Uwe Rosenberg für 2 bis 5 Spieler ab 10 Jahren, Verlag: Abacus. Spieldauer: 30 bis 40 Minuten. Preis: etwa 14 Franken. Vertrieb in der Schweiz: Carletto AG, Einsiedlerstrasse 31a, 8802 Wädenswil.


Mit freundlicher Genehmigung des Autors Thomas Felber im toy-net.ch. - Weitere Spielebesprechungen -


© 1998 - Felsberger S & A Spiel & Art AG, Leimatstrasse 32, CH-9000 St. Gallen. Update: 18.05.1999