“Peanuts“: Harte Nuss für Zocker
„No risk, no fun!“. Diese Devise gilt für das Zockerspiel „Peanuts“. Da „Peanuts“ den Charakter eines Lauf- und Würfelspiels trägt, die Spieler mit dem Geld nur so um sich schmeissen und eine Partie rund 40 Minuten dauert, eignet sich „Peanuts“ hervorragend für den Anfang oder Ausklang eines Spielabends, zumal der Glücksanteil hoch und die Spielzeit absehbar ist. Der Spielplan besteht aus einem grossen Ring, der in 24 Felder unterteilt ist. Diese Felder sind selbst noch mal dreigeteilt, nämlich in einen inneren, mittleren und äusseren Ring. Auf den mittleren Ringen sind wild durcheinander die Werte 100 bis 2400 aufgedruckt. Der innere und äussere Ring dienen zum Einsetzen, respektive Parken der Steine. Ziel ist es, am Ende einer jeden Runde seine Steine, auf dem höchsten Feld zu parken, müssen doch die anderen Spieler diesem einen Gewinn (jeder erhält zu Beginn 9700 „Peanuts“) zahlen, der aus der Differenz des Feldes des Rundenbesten und dem Feld des Spielers besteht. Ausserdem kann sich der Gewinner noch eine beliebige Marke kaufen. Wenn die Bank (= neutraler Spielstein) Rundenbester ist, erhält sie das Geld und es wird überprüft, ob das höchste der Felder, das von einem neutralen Stein belegt wird, noch nicht verkauft ist. Ist dies der Fall, erhielt die Bank die Marke. Zu Beginn können die Spieler je zwei Besitzmarken kaufen. Insgesamt sind sechs nötig, um das Spiel zu gewinnen. Hat die Bank als erste sechs Marken, so gewinnt, wer am meisten Geld hat; dasselbe gilt beim Bankrott eines Spielers. Nachdem die Figuren und neutralen Steine auf die anfangs gekauften Markenfelder eingesetzt wurden, beginnt das Spiel. Wer an der Reihe ist kann entweder einen schwarzen Würfel (Werte 1 bis 3) einzeln oder je zwei weisse Würfel (0 bis 5) einzeln oder zusammen werfen. Wer in seinem Wurf eine 0 würfelt, darf noch einmal ziehen, ohne zahlen zu müssen. Würfelt aber jemand zB. „2“ und „1“ so rückt seine Figur im Uhrzeigersinn drei Felder vor. Landet er auf einem Feld, das bereits ihm gehört, kann er nochmals gratis würfeln. Ansonsten muss er, wenn er nochmals würfeln möchte, die aufgedruckte Summe an den Feldbesitzer oder die Bank zahlen. Wenn der Spieler zufrieden ist, respektive nicht zahlen möchte oder kann, muss er seine Figur im inneren Ring parken. Dann ist der nächste an der Reihe und zuletzt werden auch die neutralen schwarzen Steine mit den beiden weissen Würfeln ausgewürfelt, wobei für sie die Regel gilt, dass sie bei einer „0“ noch mal würfeln müssen. Landet eine Figur oder ein neutraler Stein auf einem Feld, auf dem jemand „parkt“, so tauschen sie die Plätze und die Figur, welche sich es zum Beispiel auf der 2400-Feld gemütlich gemacht hat, muss wieder weiter ziehen.
Verlag: Goldsieber, Autor: Heinz Meister, Alter: ab 8 Jahren, Spieldauer: 30 bis 40 Minuten, Spieler: 2 bis 6 Personen, Preis: rund 40 Franken
Mit freundlicher Genehmigung des Autors Christof Lampart im toy-net.ch. - Weitere Spielebesprechungen -
© 1998 - Felsberger S & A Spiel & Art AG, Tannenstrasse 40, CH-9010 St. Gallen. Update: 17.10.2001