"Showmanager": "Willkommen, Bienvenue, Welcome..."

Als "Showmanager" versuchen die Spieler alles, um "the best musical in town" zu inszenieren – und zwar in vier von fünf Städten. Klar, dass eine Broadway-Premiere viel einbringt, wenn sie eine gute Besetzung hat. Allerdings bringt eine schlechte gar nichts mehr ein, während in Troisdorf auch der letzte "Heuler" noch Punkte einbringt. Der nüchtern-übersichtlich gehaltene Spielplan zeigt fünf Linien à sechs Felder. Diese gehören zu den Städten. So gibt’s für das oberste Feld in New York 22 Punkte, in Troisdorf hingegen gerade noch 14 Zähler. Vier Musicals mit unterschiedlichen Besetzungsgrössen müssen im Verlaufe einer Partie von allen aufgeführt werden. Wo ein Musical gezeigt wird, hängt vom demjenigen ab, der zuerst inszeniert. Führt also ein Spieler als erster "Queenie" in New York auf, so müssen alle Spieler ihre "Queenie" am Broadway zeigen. Sein "Queenie"-Kärtchen kommt auf den ersten Platz. Sammelt ein anderer Spieler mehr Punkte, so rückt es jedoch einen Platz nach hinten. Vor dem Spiel erhalten alle Spieler 18000 Mark, vier Musicalkärtchen sowie eine Besetzungsliste, auf welcher die benötigten Darsteller und der Rundenablauf vermerkt ist. Neben dem Spielplan wird noch ein Agenturtableau gelegt. Dieses bietet stets vier Künstler im Wert von 3000, 2000, 1000 und 0 Mark an. Ist ein Spieler an der Reihe, so nimmt er einen Schauspieler vom Tableau, zahlt und nimmt die Karte auf die Hand. Wird zB. der 2000-Mark-Sänger genommen, so rutscht der 3000-Mark-Sänger nach, so dass die neue Karte vom Stapel auf den 3000-Mark-Platz gelegt werden muss. Beim Kartenkauf gilt zu überlegen, was man will, denn es gilt die Regel "x plus 2". Wer also zB. das für drei Personen konzipierte Musical "Wolf" plant, der muss das Musical inszenieren, sobald er fünf Karten auf der Hand hat. Will ich also nun einen genialen Solisten engagieren, der neun Punkte bringt, allerdings auch nur diese eine Rolle spielen kann, oder setze ich lieber auf den Allrounder, der zwar nur 3 Punkte bringt, dafür aber drei Rollen passabel beherrscht? Wer an der an der Reihe ist, kann gegen 2000 Mark das Agenturangebot auswechseln; danach muss er jedoch eine Karte nehmen und bezahlen. Wer Geld braucht, kann eines seiner Stücke belehnen. Nimmt jedoch jemand zB. 10000 auf seine "Queenie" auf, so sinkt deren Punktewert irreversibel um zehn Punkte und das entsprechende Kärtchen wird zurückgesetzt. Und das schmälert die Siegchancen, gewinnt doch, wer am Ende die meisten Punkte hat. "Showmanager" ist ein flottes Taktikspiel mit einigen Glückskomponenten, das sicherlich seinen Weg machen wird, denn es vermag sowohl Familien als auch Spielefreaks zu begeistern. Meine Empfehlung: Kaufen!

Verlag: Queen Games, Autor: Dirk Henn, Alter: ab 10 Jahren, Dauer: 60 bis 90 Minuten, Anzahl: 2 bis 6 Personen, Preis: etwa 79 Franken 


Mit freundlicher Genehmigung des Autors Christof Lampart im toy-net.ch. - Weitere Spielebesprechungen -


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