„Tadsch Mahal“ (Deutscher Spiele Preis 2000, Deutschland)
Der „Deutsche Spiele Preis“ ist für die Spiele-Szene wohl der wichtigste Preis, kürt er doch das beste Spiel – und das muss nicht unbedingt familientauglich sein. Vielspieler finden sich hier zu Hause, zumal dieser Preis nicht nur von unabhängigen Spielekritikern vergeben wird (wie das „Spiel des Jahres“), sondern auch Händler, Spieleclubs und das Fachmagazin „Pöppel Revue“ küren ihren Favoriten. Der Sieger heisst dieses Jahr „Tadsch Mahal“ und stammt von Reiner Knizia. Die Spieler befinden sich im Indien des 18. Jahrhunderts. Die Macht der Gross-Moguln zerfällt zusehends – und dies ist die Chance der Spieler als Maharadschas die Macht durch strategische Planung an sich zu reissen. Stadt für Stadt versuchen alle ihren Einfluss ihren Einfluss durch Ausspielen von Karten auszuweiten. Denn nur der Sieger einer jeden Runde kann Paläste errichten – und diese braucht man um seine Macht zu zementieren. „Tadsch Mahal“ ist ein sehr spannendes, interaktives Strategiespiel, das 90 Minuten im Fluge vergehen lässt. Wer gewinnen will, muss flexibel sein, führt doch das Festhalten an einer Strategie oft in eine Sackgasse und ans Ende der Wertungsleiste. Dennoch ist Vorausplanung wichtig, will man nicht von den Mitspielern durch überraschende Züge „kalt erwischt“ werden. Verglichen mit dem ähnlich guten „Torres“ richtet sich „Tadsch Mahal“ jedoch eindeutig an erfahrenere Spieler. Übrigens: „Tadsch Mahal“ gewann auch die „Essener Feder“; diese Auszeichnung wird an das Spiel mit der besten Spielregel vergeben.
„Tadsch Mahal“, Verlag: Alea, Autor: Reiner Knizia, Alter: ab 12 Jahren/Erwachsene, Dauer: 75 bis 100 Minuten, Anzahl: 3 bis 5 Personen, Preis: rund 55 Franken
Mit freundlicher Genehmigung des Autors Christof Lampart im toy-net.ch. - Weitere Spielebesprechungen -
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Tannenstrasse 40, CH-9010 St. Gallen. Update: 01.07.2002