Nürnberger Spielwarenmesse 1998

Märklin setzt Trends für 1998

Mit digitalen Funktionen in neue Dimensionen / hochwertige Produkte als Sammlerstücke / konsequenter Ausbau der Metalltechnik / Fokus auf wichtige historische und hochmoderne Modelle

Göppingen/Nürnberg, 05. Februar 1998. Mit einer Vielzahl von interessanten Neuheiten bei Modellen und Technik sowie pfiffigen Produktkonzepten präsentiert sich der Göppinger Modellbahnhersteller Märklin auf der 49. Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg. "Verschiedene Grundgedanken haben uns bei der Entwicklung der Neuheiten gelenkt: die ausgewogene Nachbildung von wichtigen historischen und aktuellen Modellen, der konsequente Ausbau von digitalen Mehrfachfunktionen, der Einsatz von deutlich mehr Metall sowie das Angebot von hochwertigen Produkten aus der Markenhistorie", beschreibt Märklin-Geschäftsführer Wolfgang Topp die Produktpolitik des Traditionsunternehmens.

Generationenwechsel bei Güterzugloks in H0

Die aktuellen Modelle in H0 stehen ganz im Zeichen bedeutender Bahngeschichte. Mit dem CargoSprinter und der Cargo-Lok BR 152 werden nicht nur kontemporäre "Arbeitstiere" für die Schiene vorgestellt. Sie sind gleichsam wichtige Bestandteile der hochmodernen Verkehrskonzeption der Deutschen Bahn. Zwei Jubiläen bilden den faszinierenden Kontrast zur Gegenwart: 70 Jahre "Rheingold" sowie 50 Jahre Parlamentarischer Rat. In einmaligen Serien werden 1998 der legendäre Rheingoldzug sowie Konrad Adenauers diplomatischer Sonderzug gefertigt. Genau 20 Jahre nach dem begehrten Märklin-Modell des ersten "Northlander" erscheint zudem ein Modell des Originals aus den 90er Jahren als Reminiszenz an einen der berühmtesten Züge der Welt.

Alle H0-Loks sind wahre Schmuckstücke für jede Modellbahn und erstaunliche "Alleskönner", denn die ausgefeilten digitalen Zusatzfunktionen werden auch den ausgesprochenen Modellbahn-Fan in jeder Hinsicht überzeugen. Die digitalen Funktionen wie Dampf, Geräusche oder Lichtwechsel stoßen die Tür zu einer noch umfangreicheren Welt des realitätsnahen Spielens auf.

Für clevere H0-Einsteiger hat sich Märklin zudem etwas besonderes einfallen lassen: fünf attraktive neue Startpackungen mit dem krönenden Abschluß einer digitalen "Superpackung" sowie drei neue Sets für die C-Gleiserweiterung. Weder beim Einstieg noch später lassen diese Offerten irgendeinen Wunsch offen, weil die Erweiterung mit anderen Packungen sowie dem gesamten H0- und C-Gleis-Programm jederzeit möglich ist.

Spur 1: Formteile in Druckgußtechnik

Mit kaum einem anderen Lokomotiventyp assoziiert man den Werkstoff Metall mehr als mit einer Dampflokomotive. Das gilt auch für die Modellbahn-Lokomotiven im Märklin Spur-1 Sortiment. Die großen Formteile der Königlich Preußischen Tenderlokomotive T93 wurden in der Druckgußtechnik hergestellt.

Die MAXI-Neuheiten auf der Spielwarenmesse setzen diese Vorstellung ebenfalls konsequente um, so wird der "Glaskasten" im MAXI-Programm, die wohl prominenteste leichte bayerische Tenderlokomotive, in der bekannten und geschätzten Blechtechnologie in der Farbgebung der Deutschen Bundesbahn umgesetzt. Beide Profilokomotiven besitzen den unverwechselbaren rustikalen Charme ihrer historischen Vorbilder.

Auch zwei weitere Produktneuheiten in der Königsklasse haben es in sich: Ein VW-Käfer bereichert die MAXI-Eisenbahn. Für das "Autowunder" gilt ebenso wie für den neuen MAXI-Kran: Modernste Digital-Technik gewährt den Blick in eine neue Dimension der Spielelemente. Per Fernsteuerung kann der Kran beispielsweise überall am Gleis operieren.

Liebhaberstücke als Wertgegenstände

Wie die edlen Neuheiten in H0 und Spur 1, beweisen auch die aktuellen Angebote in Spur Z sowie bei Metall ein feines Gespür für die Vorlieben junger, alter und zukünftiger Märklin-Fans: Beste Technik, optimale Fertigung und detaillierte Nachbildung vereinen die preußische Dampflok der Gattung G 8 sowie die Zugpackung "Zürcher S-Bahnverkehr" im Miniaturformat.

Das Replikat einer Kalesche aus dem Märklin-Programm der Jahrhundertwende besticht durch außerordentliche Qualität und Wertigkeit. Für diese wunderschöne Arbeit konnte Märklin die Firma Hutschenreuther und die bekannte Puppendesignerin Heidi Ott als Zulieferer für die rassigen Porzellanschimmel und die per Hand gefertigten Puppen gewinnen. "Der Kalesche liegt ein neues Produktkonzept von Märklin zugrunde. Mit sehr anspruchsvollen historischen Spielsachen wollen wir einen auserlesenen Kundenkreis erreichen. Dabei sollen die Objekte sowohl als Blickfang in stilvollen Einrichtungen als auch als begehrte Sammlerstücke bewertet werden", erklärt Wolfgang Topp.

Firmentrend gegen Marktentwicklung

"Für das abgelaufene Geschäftsjahr 1997 rechnen wir mit einem ähnlich guten Geschäftsergebnis wie 1996. Wir werden trotz des weiter rückläufigen Spielwarenmarkts wieder einen Umsatz in der Größenordnung von etwas über 260 Millionen Mark erreichen", sagt Wolfgang Topp zur positiven Unternehmensentwicklung.

Die produktspezifischen Investitionen bei Märklin und Trix erreichten im vergangen Jahr rund sieben bis acht Prozent des Umsatzes. Im laufenden Geschäftsjahr will Märklin, so Wolfgang Topp, weiter an einer qualitativen Verbesserung der Unternehmensprozesse arbeiten. Hier nannte Topp vor allem eine optimierte Lieferleistung des Unternehmens.

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